Dienstag, 3. Februar 2015
Woche 2 in Quito und das neue Projekt
Woche 2 in Quito

Bilder kommen noch, haben ein paar kleinere technische Schwierigkeiten ;)

Tag 1 (Tina)

Nach einem Frühstück das aus einem Sub und einem Hot- Dog bestand und ein wenig Skypen begann der Unterricht in der Sprachschule um 13.30Uhr. Nach dem Unterricht gingen wir einkaufen und danach zum Begrüßungscocktail der neu angereisten Volontäre die auch bei uns im Hostel wohnen. Dort lernten wir Danny, einen Holländer, Tamara, eine Schweizerin, Siegfried, einen 63-jährigen Rentner, und David aus Rothenburg kennen. Nachdem wir gemeinsam gekocht und gegessen haben setzten wir uns in eine gemütliche Runde und David begann uns von der Affenfarm zu erzählen wo wir hingehen am Sonntag und wo er 4 Tage lang war bis er leider krank wurde.
Allerdings beruhigten uns Davids Erzählungen so gar nicht. Dort gibt es 15 verschiedene Giftschlangen, die meisten Betreuer vor Ort haben keine Ahnung, weder von der Affenpflege noch von erster Hilfe, es gibt keine Möglichkeit schnell einen Arzt zu kontaktieren (wir werden uns drei verschiedene SIM – Karten besorgen und schauen ob wir Netz haben) und generell muss man zusehen dass man irgendwie an sein Essen kommt und auch rechtzeitig bei der Ankunft abgeholt wird bzw. dass man überhaupt abgeholt wird. Und Englisch können sie schon gar nicht. Der „Badesee“ der in dem Video im Internet total sauber aussieht ist in echt ein Drecksloch in dem man nicht baden kann, die „Pferde“ ist ein einziges Pferd und die meisten Affen sind aggressiv. Warmes Wasser gibt es nicht und die Toilette befindet sich außerhalb der Hütten. Es gibt 2 Duschen und 2 Klos für mindestens 15 Leute und man kann nur am Samstagmittag ab 12 Uhr in die Stadt nach Puyo um dort Internet und Einkaufsläden zu haben.
Naja, erstmal das Erzählte verdauen und dann ab ins Bett.

Tag 2 und die restliche Woche (Tina)

Die Woche verlief relativ ereignislos, wir gingen zur Sprachschule, lernten die anderen neuen Volontäre kennen, kochten zusammen und gingen am Mittwoch wieder auf die Ladies – Night. Am Samstag machten wir einen Ausflug zum Mitad del Mundo, also zum Mittelpunkt der Erde, wo sich die Koordinaten 0“0“0 befinden. Ein witziger Fehler ist, dass dort wo das Denkmal steht, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde und an dem die Fotos entstanden sind, sich ca. 200m Luftlinie weit weg vom echten Mittelpunkt befindet. Deshalb sind wir nach ein paar Fotos und einem kleinen Ecuadorianische Mittagessen und nachdem wir uns noch eine traditionelle ecuadorianische Tanzgruppe angeguckt haben, zum richtigen Mittelpunkt gegangen. Dort machten wir eine kleine Führung, da es gleichzeitig ein Freiluftmuseum war, in der uns ein wenig über die Indianer und die Vegetation erzählt wurde. Sogar einen echten Schrumpfkopf hatten sie da. Uns wurde auch erklärt wie diese hergestellt wurden und wie die Indianer dort gelebt haben. Danach durften wir einige Selbstversuche machen, die man nur am Äquator machen kann. Zum Beispiel habe ich es geschafft, ein Ei auf einem Nagel aufzustellen. Dies liegt laut dem Guide daran, dass die Flüssigkeit im Ei nicht abgelenkt wurde und direkt nach unten gezogen wurde. So ganz haben wir das aber auch nicht verstanden. Danach bekamen wir noch alle ein Zertifikat dass wir das geschafft haben und dann gings heimwärts. Abends kamen zwei Volontärinnen an, die auf dem Affenprojekt waren wo wir hingehen sollten. Und was diese uns erzählten, war nicht mehr schön. Die eine war dort für 4 Monate, die andere für 4 Wochen. Sie zeigten uns Bilder von verletzten Affen die sich selbst verletzt hatten weil sie in zu kleinen Käfigen waren und gestorben sind, dass es dort nur noch 5 Affen gibt weil die andern gestorben sind, von einem Waschbärbaby das Insekten unter die Haut bekommen hat und dem als Behandlungsmethode von einem der Betreuer vorgeschlagen wurde, doch Benzin darüber zu schütten. Außerdem gebe es nie genug zu essen und es gibt kein Notfalltelefon. So beschlossen wir spontan, das Projekt nicht anzutreten und stattdessen noch in Quito zu bleiben und dann am Montag in der Sprachschule ein anderes Projekt anzufragen. Nach langem Hin – und Her (die Leute von der Sprachschule glaubten uns nicht bis sie die anderen Volontäre gefragt haben) bekamen wir ein neues Projekt an der Küste in Bahia, in dessen Beschreibung Tierbeobachtung und Bäume pflanzen stand, und das ein Naturschutzgebiet ist. Also los, schon am nächsten Morgen nach einer wilden Geburtstagsparty für Janika inklusive Flunky – Ball mit den anderen Volontären und Geburtstagstorte ging es in den Bus. 7 Stunden Busfahrt einmal durch Ecuador, und zwar ins warme. Ins sehr warme. Sobald wir ankamen hatten wir 40°C und schwitzten wie die Sau. Da uns natürlich niemand vom Busbahnhof abholte, fuhren wir mit dem Taxi nach Cerro Seco zu unserem Projekt. Blöd nur, dass es steil den Berg hochging und das Taxi den Berg nicht hochkam. Lustigerweise war gerade ein Polizeiauto in der Nähe, das das Spektakel beobachtete. Und so kam es dazu, dass wir ernsthaft von der ecuadorianischen Polizei zum Projekt gebracht wurden. Die Dame die uns in Empfang nahm war eine ausgewanderte Deutsche, Mikaela, die den Naturschutzpark leitet wo wir arbeiteten, und als erstes machten wir dann Bekanntschaft mit den 6 hier lebenden Wach-/Schoßhündchen. Überraschenderweise war der Einzige andere Volontär Mario, mit dem wir bereits in Quito ständig unterwegs waren. Die Freude war groß denn davon wussten wir nichts. Wir bekamen noch ein leckeres Abendessen in Form von Spaghetti und eine kleine Hütte zugewiesen zum Schlafen, dann fielen wir auch schon todmüde ins Bett.

Unser neues Projekt in Cerro Seco

Als wir am nächsten Morgen aufstanden, wurde uns zuerst bewusst, dass unsere Toilette ein Plumpsklo ist. Im ersten Moment eklig, aber irgendwann gewöhnt man sich daran. Nach einem leckeren Frühstück gings sofort mit Eimern voller kleiner Bäumchen los auf den steilen Berg. Dort mussten wir dann die Bäume in bereits gemachte Löcher einpflanzen. Da es immer noch 40°C hatte war das sehr anstrengend, doch auch das war irgendwie zu schaffen und die Aussicht auf Bahia und das Meer von dort oben belohnt die Anstrengung. Nach der Arbeit schlug uns Mikaela vor, noch in die kleine Schule vom Dorf oberhalb von Bahia zu gehen, nah dort wo wir wohnen, und den Kindern ein wenig Englisch beizubringen. Gesagt, getan, nach einer kurzen Dusche nach der schweißtreibenden Arbeit gings los. Die Kinder sind alle sehr lieb, umarmen dich gleich und nehmen dich an der Hand, die etwas älteren (so 10-14 Jahre alt) sind etwas zurückhaltender aber dennoch höflich und nett. Nach dem Unterricht (wir machten Zahlen und Wochentage) gings zum Mittagessen und hinterher noch in eine nette kleine Strandbar, da das Wlan im Projekt gerade nicht funktionierte. An der Strandbar konnte man auch baden und die Besitzerin war ganz begeistert von uns und machte Fotos und passte auf die Handys auf. Dann gings wieder heimwärts und ins Bett.
Am nächsten Morgen, es war inzwischen Freitag, gingen wir nach der Arbeit, bei er Theresa eine Tarantel über den Fuß lief und wir nicht wussten, dass es eine ist und noch damit rumgespielt haben (dumm?), und dem Unterricht hinunter an den Strand, der ganz verlassen ist und badeten ein wenig in dem wellenreichen, 25°C warmen Meer. Dann nach dem Abendessen holte ich die Gitarre heraus, der Arbeitskollege von Mikaela, Marcello, machte uns ein Lagerfeuer und wir spielten ein wenig.
Samstag dann besuchten wir ein wenig die Stadt und einen kleinen Markt und suchten nach guten Klamottenläden. In diesen kleinen die es in Bahia gibt, gab es allerdings nichts für uns und so zogen wir Mario die Perücken der Schaufensterpuppen auf und die Verkäuferin fand das so lustig, dass sie ihm noch einen BH anzog und ein Foto mit uns machte. Die Leute hier sind wirklich sehr entspannt drauf. Abends gingen wir dann noch ein eine Bar, in der Mikaela nebenher arbeitet.
Am Sonntag waren wir alle ein wenig müde von der Woche, und so chillten wir ein bisschen in den Hängematten und fotografierten dann abends noch am Strand den Sonnenuntergang, wobei wir von Grillo, einem der Hunde hier, begleitet wurden.
Am Montag dann gingen wir nach der Arbeit dann nach Caloa, einer Stadt gegenüber der Bucht von Bahia. Dort waren wir im Surferparadies, und lernten sogar Leute aus Ravensburg kennen, die auch mal auf dem Spohn waren. Klein ist die Welt. Dort entspannten wir auch ein wenig am Strand und beobachteten die Leute beim Surfen und Fußballspielen am Meer, und dann fuhren wir wieder mit dem Bus heimwärts.

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Dienstag, 20. Januar 2015
Die Erste Woche in Ecuador
Unser kleines Abenteuer in Quito, Ecuador

Der Name hinter den Titeln gibt an wer den Beitrag geschrieben hat.

Bilder gibt's hier: https://www.dropbox.com/sc/k7em3j4899ci8py/AABVEr6eYUDptePMcQLmNDLca

Die Hinreise (Tina)

Nach einer langen Verabschiedung am Flughafen in Frankfurt von Familie und Freunden gings endlich los. Mit ner Gitarre und 15 Kilo Rucksäcken im Gepäck war das erste Ziel eine Zigarette in der Camel – Lounge – leider waren wir etwas spät dran, und da wir nicht genau wussten wohin, waren wir prompt fast die letzten im Flieger. Aber egal, hauptsache geschafft. Dann saßen wir im Flieger und warteten auf den Start. Und warteten. Und warteten. Fast eine Stunde. Schuld war der Sturm in Frankfurt, aufgrund dessen wir dann den Anschlussflieger nach Miami verpassten. Immerhin haben wir nach langem Anstehen und hin und her den nächsten Flug nach Miami bekommen, und dabei Felix kennengelernt, einen Studenten der seine Freundin in Kolumbien besuchen wollte. Da er wie wir auch in Miami umsteigen musste, haben wir uns direkt zusammengeschlossen. Wir wurden auch vorgewarnt, eventuell in Miami übernachten zu müssen, da wir den Anschlussflug nach Quito wahrscheinlich nicht mehr bekommen. Nach 10 Stunden Flug mit wenig Schlaf waren wir endlich in Miami. Dort angekommen wurden wir erstmal komplett ausgefragt was wir denn in Ecuador machen und ob wir dort heiraten wollen. Die Amis sind echt komisch :D
Nachdem auch der zwanzigste Sicherheitscheck endlich durch war, hieß es erstmal die Organisation anzurufen dass wir einen Tag später kommen und ein Hotel zu organisieren, das die Fluggesellschaft zahlt. Nach ewigem Suchen nach vierteldollar für das Münztelefon und völlig genervt waren wir dank zweier Mädels die ebenfalls mit den gleichen Flügen aus Deutschland kamen endlich am richtigen Schalter um das Hotel anzufragen. Inzwischen über vierundzwanzig Stunden wach und hundemüde buchte uns Sechs die Dame am Schalter nach langem Warten ein Hotel in Flughafennähe. Und was für ein Hotel! Marriot Hotel Miami, 4 oder 5 Sterne, mit King Size Betten, Pool, Fitnessraum American Breakfast Büffet, Dinner und Free Wlan  Problem: Unser Gepäck konnten wir nicht mehr abholen, also saßen wir noch völlig underdressed und verschwitzt nach stundenlanger Reise im Hotel Nachts um 12 und aßen alle zusammen noch a la carte richtig leckere Burger, Sandwiches, Salate etc.
Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang ums Hotel bei 20°C gings endlich unter die Dusche und ins Bett. Am nächsten Morgen ganz entspannt und relativ ausgeschlafen sind wir zum Frühstück. Und das hat uns umgehauen. Bacon, Toasts, French Toast, Rührei, Omletts und Waffeln die man sich mit eigenen Zutaten zubereiten lassen kann, alle möglichen Müslis, Joghurts, Früchte, usw.
Wir haben natürlich direkt unsere Teller so vollgeladen, dass ein anderer Gast an unsern Tisch kam und gefragt hat wie wir so schlank sein können wenn wir so viel essen :D Nach skypen nach Deutschland und auschecken wobei mir mein Rucksack kaputt ging sind wir noch mit dem Taxi in die Miami Innenstadt gefahren um einen neuen zu kaufen und auch mal was von Miami zu sehen. Gute Laune pur! Zum Glück konnte Felix Spanisch womit wir leichter ein Taxi zurück bekommen konnten. In Miami scheint kaum jemand englisch zu sprechen und es ist drückend schwül und warm.
Nachdem wir es dann endlich geschafft haben am richtigen Gate am Flughafen zu sein hatte der Flug natürlich wieder Verspätung. Und so hockten wir noch ewig lang am Check-in rum. Mit 2 Stunden Verspätung dann in Quito angekommen waren unsere Koffer nicht aufzufinden und wir todmüde und gestresst. Als wir dann endlich unseren Fahrer gefunden hatten gings ins Hostel. Dort angekommen (inzwischen war es Mitternacht Ortszeit) konnte der Portier kein Wort Englisch und wollte uns in getrennte Zimmer stecken. Zum Glück haben wir eine Deutsche, Laura, die schon länger da war, aufgeweckt und die hat das dann für uns geregelt.

Tag 1 in Quito (Tina)
Nach einer weiteren Nacht in denselben Klamotten wachten wir am nächsten Tag natürlich sehr „erfrischt“ und viel zu früh wegen dem Jetlag auf. Erstmal was zum Essen einkaufen. Und ein bisschen was zum Trinken, denn ein Bierchen hatten wir alle dringend nötig . Irgendwann kam auch ein Herr von der Organisation und schickte uns zum Spanischunterricht. Die Sprachschule liegt direkt gegenüber vom Hostel und ist schön eingerichtet. Es gibt Kaffee und Tee umsonst und die Lehrer sind alle sehr nett. Nach einer Einzelstunde Spanisch und dem Versuch die Koffer wieder aufzutreiben sind wir erstmal etwas essen gegangen. Und zwar in einem Mexikanischen Restaurant, wo es richtig leckere und riesige Burritos für 6 Dollar gab und ein Margarita. Völlig vollgefressen haben wir uns noch ein wenig die Umgebung angesehen, die scheinbar nur aus Bars und Diskos besteht und dann waren wir relativ früh wieder im Bett, immer noch sehr müde von der Reise. Nachts allerdings war dann hier die Hölle los. Da wir am Sonntag angekommen sind hatten die Bars geschlossen, doch Montag gings total ab. Ständig betrunken Rufe, Autoalarmanlagen, Musik, Polizeisirenen etc. Hier wird wohl jeden Tag gefeiert! Trotzdem konnten wir gut schlafen da wir sehr müde waren.

Tag 2 in Quito (Thesi & Jani)
Da Tina an Höhenkrankheit gelitten hat und im Bett lag, sind wir, Janika und Thesi, alleine los gezogen mit unserem neu gefundenen Seelenverwandten Schwaben Mario und der süßen Norwegerin Lynn. Nachdem Mittagessen haben wir uns als Aufgabe gemacht alle Piercing- und Tattoostudios in ganz Quito zu durchforschen, nach billigen schönen Tunnels. In einem Tattoostudio trafen wir Freddy Krüger, oder besser gesagt unser neuer Stalker. Als Erstes wollte er uns sämtliche Piercings der Welt schenken, dann tausende Fotos mit uns machen. Wir verschwanden unauffällig mit dem „Versprechen“ morgen auf jeeeeden Fall wieder zu kommen, damit er uns gehen ließ.
Wir schlenderten noch ein bisschen umher und kochten anschließend mit den anderen arme Ritter mit Schokosoße, Himbeersoße und Früchten. Es war sehr lecker.
Wir quatschten noch ein bisschen und gingen ins Bett…



Tag 3 in Quito (Tina)
Nach einer erholsamen Nacht und einem Müslifrühstück gings um halb 9 wieder los in die Sprachschule. Nach dem Unterricht gings ab in die Stadt in ein kleines Restaurant wo es für 4 Dollar Vorspeise, Getränk, Hauptgang und Eis deiner Wahl gab. Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen hatten sind wir noch ein wenig durch Stadt gelaufen und haben uns umgesehen. In Quito gibt es einen kleinen Markt wo man traditionelle Kleidung etc. kaufen kann. Um dreiviertel 5 holte uns dann unser Ansprechpartner von der Organisation, Jonathan, zum Salsa ab. Der Salsa Unterricht war nicht wirklich schwierig, doch anstrengend wurde es allemal. Die Trainer haben abwechselnd mit uns getanzt und im Vergleich zu den anderen Paaren sah es bei uns allen doch echt steif aus. Aber egal, unseren Spaß hatten wir trotzdem.
Wieder zurück im Hostel richteten wir uns für die Ladies – Night ( mein Koffer war nun endlich da, nach fast 6 Tagen ohne ) in einem Club namens Bungalow, von der uns unsere Sprachlehrer erzählt haben und wo es mittwochs bis 22 Uhr alle Cocktails für Mädels kostenlos gibt. Wie das ausging kann man sich ja denken :D

Tag 4 in Quito (Tina)
Völlig verkatert trafen wir uns am nächsten Morgen mit unseren Sprachlehrern um nach _________ auf den Markt zu gehen. Interaktiver Unterricht quasi, sie haben uns dort erklärt wie die verschiedenen Früchte und die einheimischen Speisen heißen und wo sie herkommen und vor allem wie man sie isst. Ein wenig geschockt waren wir dann von der Art wie sie die Tiere behandeln und wie viele Straßenhunde es dort gibt. Bei uns in dem Viertel in Quito haben wir das bislang nicht gesehen. Die Tiere werden einfach in Säcke gestopft und auf engstem Raum zusammengepfercht. Hühner, Küken, Meerschweinchen (in Ecuador eine Spezialität) und Kaninchen halb tot in der prallen Mittagssonne. Nachdem das durchgestanden war schafften wir es tatsächlich noch ein paar Früchte und etwas Kartoffelähnliches zu essen. Zurück in Quito wurde erstmal geschlafen, gechillt und Hausaufgaben gemacht.

Tag 5 in Quito (Tina)
Nach der Sprachschule, wo wir gemeinsam Vokabel – Memory und Scrabble gespielt haben, hat uns zum ersten Mal der Regen überrascht. Aufgrund dessen waren wir nicht besonders motiviert noch viel zu tun nach den anstrengenden Tagen, und somit beschränkten wir uns auf ein leckeres Abendessen ( ich habe Pfannkuchen gemacht ) und dann ab ins Bett.

Tag 6 in Quito (Tina)
Heute waren wir in Otavalo, einer Stadt in der es einer der größten Märkte Südamerikas gibt. Nach 2 Stunden Busfahrt (kostete nur 2 Dollar) durch die Anden kamen wir endlich dort an. Sofort hat man bemerkt, dass es hier nicht wie in Quito besonders viele Weiße gibt, denn wir wurden öfters angestarrt und uns wurde hinterhergerufen/gepfiffen. Nachdem wir auf dem Markt angekommen waren, fing das große Handeln an. Hier wurden sehr viele Kleidungs- und Schmuckstücke verkauft, sowie Taschen, Rucksäcke, Ponchos, Hosen, Pullis, Schals, indigene Masken, Dekos (Tücher, Messer, Bogen etc.) Mit unsere gebrochenen Spanisch, zum Glück hatten wir Mario dabei, handelten wir um die Wette und kauften viele schöne typisch ecuadorianischen Dinge ein, wie z.B. alle möglichen Kleidungsstücke aus Alpakawolle und bunte Taschen ein.
Nachdem wir fast unser ganzes mitgenommenes Geld verpulvert hatten, gingen wir an einem Stand etwas essen. Dort gab uns eine sehr nette Frau für 2 Dollar Hähnchen mit Reis und Gemüse und eine Limonade. Hier werden sehr viele Fruchtsäfte getrunken, aus den unterschiedlichsten tropischen Früchten frisch gepresst. Leid taten uns die ganzen Straßenhunde, die unsere „ausversehen“ fallen gelassenen Essenreste verputzten.
Anschließend gingen wir noch über den Früchte- und Lebensmittelmarkt, wo wir spottbillig unser Abendessen einkauften. Dort sahen wir auch zum ersten Mal, wie die Meerschweinchen gegrillt werden. Nackt sehen die fast aus wie Ratten. Ein Stück weiter kamen wir an einer Hahnenkampfarena vorbei, die hier in Ecuador noch nicht verboten sind. Uns ein Kampf anzuschauen taten wir uns nicht an, aber Mario hat ein paar Fotos von innen gemacht. Anschließend sind wir wieder zu den Bussen, wo ein Busfahrer uns so sehr gedrängelt hat, endlich in den Bus zu steigen weil er gleich losfährt, dass er uns aufs Mädchenklo verfolgt hat :D
In Quito angekommen aßen wir erstmal was und dann feierten wir in einer Bar in Thesis Geburtstag rein. Am nächsten Morgen gab es erstmal Torte und zu Mittag Nudeln, den Rest des Tages wurde ausgespannt. Mario musste dann leider um 22 Uhr abreisen zu seinem nächsten Projekt und wir fragten uns wer dann wohl neues kommt 

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